Ruhig Blut Ludweiler
Ruhig Blut Ludweiler

Chronik von "Ruhig Blut" von 1911 e. V. Ludweiler

 

Der Schützenverein "Ruhig Blut" von 1911 e. V. Ludweiler blickt mit Stolz auf seine über 100-jährige Geschichte.

 

Anfang 1911 wurde der Schützenverein unter dem Namen "Tell" von 12 Schützenbrüdern gegründet, geschossen wurde mit dem Luftgewehr und dem Flobert. Bereits 1914 kam der Schießsport durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges zum Erliegen.

 

1923 trafen sich einige ältere Schützenbrüder und erweckten den Schützenverein Ludweiler zu neuem Leben, diesmal unter dem Namen "Ruhig Blut". Der wiedererweckte Schützenverein entwickelte sich prächtig.

 

1928 erfolgte die Aufnahme in den Schützenverband Saar.

 

Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges 1939 beendete zum zweiten Mal alle Vereinsaktivitäten. Der Schützenverein Ludweiler ruhte nun fast 11 Jahre. 11 Jahre, über die wir heute nicht allzu viel wissen. Eines können wir aber mit Sicherheit sagen, die Vereinsgründer 1911 hatten dasselbe Ziel, das wir noch alle verfolgen: "Die Liebe zum Sport und die Kameradschaft".

 

Die Gründerväter haben wohl gehofft, dass ihre Ideale eine sehr lange Zeit überdauern, das hoffen wir auch für die Zukunft. Diese Ideale haben 1939 einen schweren Dämpfer erhalten, als die damalige politische Führung das sportliche Schießen zum Erliegen brachte. Wir alle wissen, dass diese Zeit nicht nur für den Schützenverein Ludweiler, sondern für alle Menschen eine sehr schlimme war. Alle sportlichen Ideale schienen bedeutungslos, die menschlichen Grundbedürfnisse bestimmten den Tagesablauf.

 

Doch nach einer sehr schwierigen Zeit der Angst und der Hoffnungslosigkeit kam das zum Vorschein was aus uns Menschen macht: "Aufbruch, Hoffnung, Zuversicht".

So trafen sich 1950 sechs ehemalige Vereinskameraden und starteten den Neubeginn. Nach dem Neustart hat der Schützenverein Ludweiler in den Räumlichkeiten des Gasthauses Maul in Ludweiler eine neue Bleibe gefunden.

 

Nach einer kurzen Anlaufzeit entwickelte sich der Schießsport in Ludweiler immer besser. Anfangs wurde nur mit dem Luftgewehr geschossen. Einige Jahre später kam das Sportpistolen- und Kleinkaliberschießen dazu, es wurden weitere Schießstände benötigt. Damals bewiesen die Ludweiler Sportschützen schon was sie alles auf die Beine bringen, wenn sie zusammenhalten. So wurde der komplette Ausbau von den Vereinsmitgliedern eigenhändig umgesetzt. Die erforderlichen Mittel wurden überwiegend von den Vereinsmitgliedern aufgebracht.

 

Lange Jahre haben die Ludweiler Sportschützen auf dem Gelände des Gasthauses Maul (Zur Erholung) sehr erfolgreich am Schießsport teilgenommen. Doch die Erweiterung des Schießbetriebs zeigte uns auch sehr deutlich dass der Schießstand mitten im Ort einige größere Probleme mit sich brachte. Dies waren neben der räumlichen Enge auch immer mehr die Fragen der Sicherheit und des Lärms. Um den Fortbestand des Schießsports zu sichern blieb nur noch eins, der Bau eines eigenen Schützenhauses.

 

Der damalige Vorsitzende Walter Kahn hat die dafür erforderlichen ersten Maßnahmen eingeleitet. Dies waren der Antrag für ein geeignetes Grundstück bei der Stadt Völklingen und der Aufbau des finanziellen Grundstocks.

1979 war es dann der 1. Vorsitzende Anton Roeder, der es fertigbrachte mit nur 10.000 DM in der Vereinskasse den gesamten Schützenverein so zu motivieren, dass wir gemeinsam den Bau einer eigenen Schießanlage in Angriff nahmen.

 

1981 musste Anton Roeder aus gesundheitlichen Gründen den 1. Vorsitz abgeben.

 

1981 übernahm Manfred Deckert die Vereinsführung und tat dies sehr erfolgreich bis 1991. Unter seiner Leitung erfolgte die Planung und die Grundsteinlegung für das Clubheim.

 

1983 wurde der Schießbetrieb auf der neuen Sportpistolenanlage eröffnet.

 

1991 bis 2004 übernahm Franz Schkoda die Vereinsführung. In dieser Zeit wurde das Schützenhaus fertiggestellt. So verfügt der Schützenverein Ludweiler nun über zehn 25-Meter-Stände für Sportpistolen. Die ersten 10 Meter des Standes sind überdacht und mit sehr umfangreichen Schallschutzmaßnahmen ausgestattet. Weiterhin stehen uns zehn 10-Meter-Luftdruckstände in der Halle zur Verfügung. Diese Luftdruckhalle kann bei Bedarf sehr schnell für alle Festlichkeiten genutzt werden.

 

Der Clubraum ist natürlich das Herzstück des Vereins. Die Liebe zum Sportschießen ist der Grund warum wir im Schützenverein sind. Aber die Kameradschaft, die Freundschaft und die Geselligkeit veranlassen uns zum Verweilen. Das macht einen Clubraum so wichtig.

 

2004 überkam Franz Schkoda wohl einen Art Vereinsmüdigkeit und er übergab die Vereinsführung an Harry Riemenschneider. Unter seiner Leitung wurden sehr viele notwendige Arbeiten durchgeführt. 2008 musste er leider aus beruflichen Gründen den Vorsitz wieder abgeben.

 

In der Zwischenzeit schien die Vereinsmüdigkeit bei Franz Schkoda überwunden zu sein und er übernahm 2008 wieder die Vereinsführung die er bis zum heutigen Tag sehr erfolgreich innehat.

 

Am 28.05.2011 feierten die Ludweiler Schützen ihr 100 jähriges Bestehen und waren aus diesem Anlass besonders stolz auf das Erreichte und auch allen sehr dankbar, die dazu beigetragen hatten den Schützenverein Ludweiler zu dem zu machen was die Gründer 1911 gehofft hatten: einem Platz, an dem man sich wohl fühlen kann.

 

 

Dieser Text stammt (mit einigen keinen Änderungen) aus der Rede von Franz Schkoda die er auf der 100-Jahr-Feier im Jahr 2011 gehalten hat.

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